Anwendungebiete
Gaming
Aireal
Disney Research hat eine Computerluftpumpe namens Aireal entwickelt, mit der ein taktiles Feedback auf den Körper des Spielers wiedergegeben kann, ohne eine Berührung von Seiten des Nutzers vorauszusetzen.
-WIE & AUFBAU
Der Aireal ist ein kleines kastenförmiges Gerät, welches mit fünf Lautsprechern mit einem Durchschnitt von ca. 5cm ausgestattet ist. Diese dienen als Aktoren. Sie erzeugen einen Luftzug, der durch eine flexible Düse einen Luftring formt. Die Luftstöße werden mit Rauch visualisiert. Durch gezielte kleine Luftstöße sollen Spieler zusätzliche Rückmeldungen vom Spiel erhalten.
-ANWENDUNG
In der Anwendung soll dann nicht nur ein Aireal zum Einsatz kommen, sondern mehrere. Es ist auch nicht zwingend nötig die Geräte direkt vor dem Nutzer aufzustellen. Die Geräte können auch wie ein Surround-Set angeordnet werden.
-WIE GENAUER?
Das Gerät kann verschiedene Intensitäten und Frequenzen erzeugen, wodurch eine Reihe von taktilen Eindrücken erzeugt werden können. Beispielsweise von Objekten mit texturierter Oberfläche oder Force Feedback für Gesten.
-VORTEIL
Der Vorteil gegenüber anderen Techniken besteht darin, dass der Nutzer keine spezielle Ausrüstung wie Westen oder Handschuhe tragen oder Geräte in der Hand halten oder auf speziellen Vorrichtungen wie Stühlen sitzen muss.
ARAIG (As Real As It Gets)
Im folgenden Beispiel wird ein Force Feedback-Anzug vorgestellt. Spieler sollen mithilfe dessen noch tiefer in das Spielgeschehen eintauchen können, indem sie in Echtzeit Erschütterungen und Einschläge aus dem Spiel direkt am Körper simuliert bekommen.
Neben Vibrationsmotoren und Lautsprechern, wird eine elektrische Stimulation der Muskeln am Oberkörper wie an der Brust und am Bauch durchgeführt. Sie sorgen dafür, dass ein Kitzeln und Ziehen spürbar ist. Waffeneffekte können dadurch unterschiedlich ausfallen. Ein Laserbeschuss wird sich beispielsweise anders anfühlen als ein Schuss von einer Pistole oder gar einem Maschinengewehr. Die Lautsprecher dienen einer leichteren räumlichen Orientierung von Feinden oder Teammitgliedern.
Ein auswechselbarer Decoder soll die Kompatibilität zwischen den gängigen Plattformen wie Xbox360, PS3 und PC ermöglichen.
Das Projekt initiierte 2013 ursprünglich als Kickstarter-Projekt, scheiterte jedoch an dem hohen Geldziel von 900.000 US$.
Industrie
Auto-Schalthebel
Viele kennen es von früher, dass wenn wer Autofahren lernt, es oft Mühe mit dem Schaltgetriebe gibt. Diesem Problem wollte ein Ingenieur namens Zachary Nelson entgegenwirken. Er erfand ein haptisches Feedbacksystem, welches für die manuelle Gangschaltung von Autos funktioniert. Durch ein Rütteln soll der Fahrer über einen notwendigen Gangwechsel aufmerksam gemacht werden. Besonders spritsparendes Fahren könnte so gelehrt werden.
Wenn die Hand nicht auf dem Schaltknauf anliegt, erhält der Fahrer ein optisches Signal, welcher Gang eingelegt ist. Zur Kommunikation mit dem Onboard-Diagnose-System der Fahrzeugelektronik werden ein Arduino-Controller sowie ein Android-Tablet verwendet.
Zusätzliche Informationen:
Feedbacksystem mithilfe der Innereien eines Xbox360-Controllers
Gehäuse mithilfe eines 3D Drucker erstellt
komplett offene Entwicklerplattform: OpenXC; vom Android-Programmcode bis hin zu den Ausdrucksplänen des Gehäuses, ist jegliches Material frei zugänglich
bisher nur bei Fahrzeugen der Marke Ford
noch in der Forschung, Serien-Produktion unbekannt
Medizin
Diagnose-Weste Diagnoseweste für die Untersuchung von Gefangen im Gefängnis. Ein Vorläufer der Gaming-Weste war eine Weste zu Diagnose von Schmerzen im Unterleib des Patienten. Die Weste hatte mehrere Kontaktpunkte und konnte so taktile Informationen an den Arzt übertragen. Dieser saß in der Ferne mit einem speziellen Handschuh. Er konnte Druck am Patienten ausführen und analysieren, ob dieser Schmerzen empfindet. Aus dieser Art der Behandlung kann der Arzt, ohne direkt Vorort zu sein, eine Diagnose stellen und muss sich nicht auf Krankenschwestern verlassen.
PHANToM ( Personal HAptic iNTerface Mechanis) PHANToM ist ein Force Feedback Eingabegerät, welches im Jahr 1993 am MIT entwickelt wurde. Der Benutzer soll damit Kräfte, die in der VR ausgeübt werden, in der Realität fühlen können. Das Gerät gibt dem Benutzer einen Widerstand zurück, so dass ein Zusammenstoß oder eine Berührung simmuliert werden kann. Das PHANToM-Gerät hat insgesamt sechs Freiheitsgrade, welche durch 6 Tubel beschrieben werden. Somit wird die Position durch ein Sechstupel beschrieben.Diese können in einem kartesischen Koordinatensystem weiterverarbeitet werden. Das Ergebnis ist ein Zeiger in der Virtuellen Realität. Damit der menschlische Tastsinn realitätsnah widergeben werden kann, ist eine Rate von ca. 1000 Imulsen pro sekunde nötig. Liegt diese darunter, fühlt es sich für den Benutzer nicht real an. Daraus folgt, dass für das Gerät eine hohe Rechnerkapazität zur Verfügung stehen muss, da der Rechner mindestens 1000 mal pro Sekunde die Kräfte der 3 Motoren, welche das Force Feedback simmulieren, neu berechnen muss.


